“…du sagst mein Herz ist aus Beton und meine Seele aus Eisen. Hier kommt die Dampflock ohne Gleise, mit Getöse geht’s schleppend voran, aber wenigstens hab ich das Steuer in der Hand. Ein einbeiniger Hund kommt ja auch irgendwie voran…” (Moritz Krämer, Christian Nil)
Eigentlich wollte ich hier ja künstlerisch werden, aber diese Worte sprechen mir gerade einfach aus der Seele. Und es tut auch gut, von anderen in Worte gefasst zu bekommen, was man gerade selber denkt.
Das ist schon stark, dass man Worten so viel entnehmen kann. Worte können so viel geben und auch so viel zerstören und kaputt machen. Verrückt.
Und komischerweise ist dies aber nicht für jeden so. Manche Leute, können Worten nichts entnehmen, oder nur sehr wenig. Und das heißt für mich nicht, dass diese Leute wenig sensibel oder tiefgründig oder sonstwas sind, sondern nur, dass sie die Welt anders wahrnehmen…
Für mich bedeuten Worte viel. Und aufgeschriebene Worte noch viel mehr.
Gesagt ist etwas schnell. Aber aufgeschrieben- da bedarf es schon etwas mehr Zeit.
Jetzt bin ich vom Thema abgekommen. Eigentlich wollte ich nicht über “Worte” sinnieren, sondern über ein Gefühl, das sich nur schwer beschreiben lässt. Eine gewisse Gleichgültigkeit, die man entwickelt, um Herr der Lage zu sein und voran zu kommen. Ein Gefühl, das einen zur “Dampflock” werden lässt.
Es macht mich traurig, dass ich es nötig habe, so zu sein. Kalt und Grausam, nach Außen zumindest, aber auch nach innen, auf eine gewisse Weise. Ich bin mir sicher, es ist nötig, sonst würde man verrückt werden.
Aber es ist traurig
und schade, denn eigentlich sind Gefühle eine tolle Sache.
Vor allem starke Gefühle, Gefühle die einen überwältigen und einen überrollen. Auch wenn diese Gefühle schlecht sind, ist es doch wie ein Rausch sie zu erfahren.
Aber es gibt Dinge, vor denen muss man sich einfach schützen.
Denke ich.
Ich bin mir nicht sicher.
Vielleicht.